21. Bericht vom "Baustellenhock"

Am Sonntag, 7. Oktober 2012, fand ein sog. „Baustellenhock“, d. h., ein Tag der offenen Kirchenbaustelle statt (siehe Plakat). Ein "Hock" bedeutet, nahe an der Baustelle zu sitzen und sich mit allen Interessierten über die Renovierung auszu-tauschen. An diesem Tag konnte sich die Bevölkerung einen Eindruck verschaffen über den Fortgang der Renovierungen.

Baufortschritte, Stand: 7. Oktober 2012

• Um in dem 10m hohen Gebäude arbeiten zu können wurde zunächst ein Gerüst gestellt. Aufgrund einer falschen Dämmung kam es zu Rissen in der Decke. Mittlerweile sind die Schäden behoben und die Dämmung wurde auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

• Ebenfalls fertiggestellt ist die Sanierung der Wände. Da Steckdosenlöcher in den Wänden solch großer Gebäude aufgrund von Wasseransammlungen oft Ausgangspunkt für größere Schäden im Mauerwerk sind, wurden die neuen Steckdosen in das Gestühl verlegt.

• Lichtanlagen und Lautsprecher werden modernisiert. Für Hörgeräte werden Verstärker über Bodenleitungen eingebaut.

• Voraussetzung für ein intaktes Gebäude ist der Schutz durch das Dach. Nach eingehender Beratung mit Architekten, Pfarrer und Gemeinderat wurden die Sanierungsarbeiten etwas ausgeweitet, aber beschlossen, das Dach in seinem jetzigen Zustand zu erhalten. Nach menschlichem Ermessen sollte das Dach noch 10-15 Jahre halten. Es wurden lediglich schadhafte Stellen ausgebessert und die Schneefanggitter entfernt, weil durch diese Gitter die Ziegel beschädigt werden.

• Bereits eingebaut sind die neuen Wärmestationen der Heizung. Mit dem neuen System von drei Wärmequellen soll der Kirchenraum gleichmäßiger beheizt werden und die Luftverwirbelungen eingedämmt werden, so dass Wände und Decke länger sauber bleiben.

• Anfang November muss die nächste wichtige Entscheidung getroffen werden. Gemeinsam mit dem Denkmalamt wird die farbliche Ausgestaltung des Gotteshauses festgelegt werden.

• Umfangreicher als erwartet gestalten sich die Bodenarbeiten. Viele der Muschelkalkplatten sind aufgebrochen und können nicht wieder eingesetzt werden. Der Architekt sicherte aber zu, dass alle unbeschädigten Platten wieder verwendet werden.

• Die Reinigung der Heiligenfiguren wird derzeit beim Restaurator durchgeführt, der später auch die Seitenaltäre und die Kanzel aufarbeiten wird.

 

Es bleibt noch viel zu tun:

• Neue Beleuchtungssysteme werden eingebaut.

• Im Turm wird die Leiter, die zu den Glocken führt durch eine Treppe ersetzt und kaputte Fenster repariert.

• Nach der Renovierung steht im Gotteshaus eine Toilette zur Verfügung. Um dafür Platz zu schaffen wird auch die Sakristei umgebaut.

• Im Außenbereich werden die maroden Treppenstufen ersetzt und das Kopfsteinpflaster gerichtet.

Führung durch und über die Baustelle

Pfarrer Schneider und Architekt Bermayer führten souverän durch und über die Baustelle und beantworteten ausführlich und kompetent alle Fragen der Besucher zu den Renovierungsarbeiten.

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt!

€ 1.018,54 Einnahmen beim "Baustellenhock"

Auf dem "Baustellenhock" wurden insgesamt € 1.018,54 eingenommen. Der Betrag setzt sich zusammen aus dem Reingewinn der Verköstigung, der gesponserten Getränke, der Spenden in der gebastelten Kirchenkasse (Abb.) und aus der Gottesdienstkollekte.

Beobachtungen beim "Baustellenhock"

Die Gewissensfrage: 

"Soll ich noch etwas essen oder lieber spenden?"