26. Griechenlandreise vom 22.-29. Mai 2014

Antike, Paulus und Orthodoxie

Weiterhin auf den Spuren des Apostels Paulus

Bei ihren bisherigen drei vergangenen Fahrten auf den Spuren des hl. Apostel Paulus, haben wiederum 26 Teilnehmer der Seelsorgeeinheit Adelsheim-Osterburken-Seckach, in diesem Jahr ihre Besuche fortgesetzt und nun Griechenland bereist. Dabei wurden Orte und Landschaften jener Strecke erkundet, welche der Apostel Paulus auf seiner 2. Missionsreise selbst erwandert hat. Bereits mit dem ersten Ziel in Griechenland, der Stadt Korinth, startete die Gruppe an einem der wichtigsten Wirkstätten des Apostel Paulus. Noch heute kann man ihn den Ruinen, dieser damals kosmopolitischen Großstadt, mit ihren unzähligen Tempeln und Stadtgebäuden, ihre Lebendigkeit erahnen. Gerade die Schilderungen des Völkerapostels Paulus im ersten und zweiten Brief an die Korinther, geben hier wesentliche Einblicke. In den täglichen Impulsen und der Eucharistiefeier, welche von Pfarrer Schneider aus der Seelsorgeeinheit Adelsheim-Osterburken-Seckach gehalten wurden, zeigte sich dies in anschaulicher Weise und vertiefte somit das bis dahin Gehörte. Weitere Höhepunkte der Reise führten die Gruppe hinein in die antike Welt der Götter, Sagen und Schlachten. So war der Besuch von Mykene verknüpft mit den alten Sagen des Homer, der Besuch von Olympia verbunden mit dem Glauben an die antiken Götter Griechenlands und der Besuch der Tempelanlage von Delphi mit ihrem dortigen Orakel verbunden mit unzähligen Schlachten, deren Ausgang mancher Feldherr im Voraus wissen wollte und gänzlich scheiterte. Dass all dies jedoch schon längst in der Vergangenheit versunken ist, zeigte sich im Besuch der Meteoraklöster. Das orthodoxe Christentum, dem mehr als 90 % aller Griechen angehören, belegt die in sehr anschaulicher Weise. So wurde der Besuch der Meteoraklöster, welche auch die schwebenden Klöster genannt werden, mit ihren wunderbaren Innenmalereien und Wandfresken zu einem weiteren Höhepunkt der Reise. Abschluss dieser Fahrt bildete Athen, jene noch heute pulsierende Hauptstadt Griechenlands. Der Besuch der Akropolis, sowie jene Stelle an der der Apostel Paulus predigte, wird dabei genauso fest in den Erinnerungen der Teilnehmer verhaften bleiben, wie die wichtigen Informationen zur aktuellen Lage der griechischen Gesellschaft und der überall gewährten herzlichen Gastfreundschaft im Land.

Griechenlands Flaggen

Die Nationalflagge besteht aus 9 gleich breiten, horizontalen Streifen in blau und weiß. Im linken Obereck befindet sich ein weißes Kreuz auf blauem, quadratischem Grund. Die Seitenlänge des Quadrats entspricht der Breite von 5 der horizontalen Streifen, das weiße Kreuz hat die Breite eines dieser Streifen. Die Flagge soll „Gottes Weisheit, Freiheit und das Land“ darstellen. Das Blau steht für das Meer und den Himmel, Weiß für die Reinheit des Kampfes um die Unabhängigkeit. Das Kreuz steht für die christliche Tradition Griechenlands, die vor allem durch die orthodoxe Kirche gepflegt wird.

Die 9 Streifen entsprechen den 9 Silben des Wahlspruchs des griechischen Befreiungskrieges: Ε-λευ-θε-ρί-α ή Θά-να-τος (E-lef-the-rí-a i thá-na-tos, deutsch Freiheit oder Tod).

Eine weitere Erklärung wäre, dass das griechische Wort für Freiheit (Ελευθερία) 9 Buchstaben hat.

Eine 3. Auslegung ist, dass die 4 weißen Streifen den 4 Himmelsrichtungen und die 5 blauen Streifen den 5 Teilmeeren des Mittelmeers entsprechen, die an das Gebiet grenzen, das Griechenland im Namen der Megali Idea im 19. Jahrhundert anstrebte.

Peloponnes

Der (Die) Peloponnes ist eine Halbinsel im Süden des griechischen Festlands mit etwa 1 Million Bewohnern. Die größte Stadt ist Patras (214.580 Ew) im Norden, historisch am bedeutendsten sind jedoch Korinth im Osten und Sparta im Süden. Der Name ist hergeleitet von der mythologischen Gestalt Pelops, der ein Sohn des sagenhaften Königs Tantalos gewesen sein soll. Der zweite Teil des Namens ist das griechische Wort für „Insel“ (νήσος nisos, in altgriech. Aussprache nēsos), wörtlich bedeutet der Name also „Insel des Pelops“. Im Griechischen ist das grammatische Geschlecht des Namens weiblich, im Deutschen hat sich kein einheitlicher Gebrauch durchgesetzt. Laut Brockhaus heißt es „der Peloponnes“ oder fachsprachlich „die Peloponnes“.

Unsere Reiseroute

Ein besserer Routenplan folgt demnächst!
Ein besserer Routenplan folgt demnächst!

1. Tag

Tagesablauf

Linienflug mit Lufthansa (Foto) Frankfurt-Athen, danach Fahrt auf die Peloponnes nach Korinth. Ein Rundgang führt zum Apollontempel, den Resten der römischen Stadt mit Forum, Lechaionstrasse und Peirenequelle. Anschließend Hotelbezug in Tolón für 3 Nächte.

Stadt/Sehenswürdigkeiten

Korinth

Korinth (griechisch Korinthos Κόρινθος (f. sg.), Aussprache: [ˈkɔrinθɔs]) ist eine griechische Stadt (ca. 60.000 EW) am Isthmus von Korinth, also dem Isthmus, einer Landenge, die den Peloponnes und das griechische Festland verbindet. Korinth liegt etwa 78 km westlich von Athen. Der Isthmus wurde in der Antike von Schiffen überquert, indem man sie auf Schlitten der Schiffskarren über die felsige Landenge schleppte. Die Trasse dazu ist unter dem Namen Diolkos bekannt. Seit dem 19. Jahrhundert befindet sich hier jedoch der Kanal von Korinth. Während sich die Bedeutung des Kanals von Korinth für die Schifffahrt mittlerweile fast ausschließlich auf den Tourismus beschränkt, so ist die Bedeutung für die Landverkehrsmittel angestiegen. Mitte der 1990er Jahre wurde die Autobahn auf den Peloponnes ausgebaut, seither gibt es auch das Autobahndreieck Korinth-West mit der Gabelung nach Patras und Sparta/Tripolis.

Akrokorinth

Die erste Siedlung, Akrokorinth, lag oberhalb der heutigen Stadt, ca. 4 km südlich des antiken Korinth. Die Mauern dieser Befestigung stammen aus der Zeit von 1.000 v. Chr. bis zum 18. Jahrhundert n. Chr. Die Bastion war im Mittelalter eine wichtige Festung.

 

 

 

 

 

 

 

Ruinen von Akrokorinth, südlich des antiken Korinth.

Antikes Korinth

Korinth ist bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt, wurde 146 v. Chr. geschleift und ein Jahrhundert später wieder neu erbaut. Die Stadt wuchs unter dem Schutz der römischen Kaiser auf 750.000 EW an, denen eine sündhafte Lebensweise nachgesagt wurde.

Als Paulus 52 n. Chr. hier durchreiste, machte er ihnen deswegen Vorhaltungen.

Die ausgegrabenen antike Stadt besteht aus 5 Komplexen:

1. dem Heiligtum des Apollon,

2. den Märkten,

3. den öffentlichen Gebäuden,

4. den Quellhäusern und

5. den Theatern.

Apollontempel

Der Apollontempel, gegen 550 v. Chr. entstanden und schon im Altertum durch Erdbeben zerstört, war ein Kalksteinbau mit 38 monolithischen Säulen, von denen noch 7 mit einem Stück Gebälk aufrecht stehen. Der Tempel ist eines der wenigen Bauwerke, das von den Römern beim Aufbau 44 v. Chr. wiederhergestellt wurde.

Lechaionstraße

Lechaion (griechisch Λέχαιον) war einer der bedeutendsten antiken Häfen, gelegen bei der Stadt Korinth am Golf von Korinth auf der Peloponnes. Da der Kanal von Korinth im Altertum noch nicht bestand, wurden die Schiffe in Lechaion entladen, über den Diolkos geschleppt und in Kenchreai am Saronischen Golf wieder beladen, wobei dasselbe auch in umgekehrter Richtung vor sich ging. Der Hafen war seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. in Betrieb und war mit Korinth durch eine mit Marmor gepflastere Straße (ein Teil des Wegs ist freigelegt) verbunden und endet noch heute an einer Treppe vor einer beeindruckenden Säulenvorhalle.  Noch 355 n. Chr. wurde der Hafen ausgebaut, heute ist er versandet. Heute sichtbar sind vor allem die Überreste der größten Basilika Griechenlands (224 m Länge), die etwa um 450 n. Chr. unter Kaiser Markianos errichtet und 551 durch ein Erdbeben zerstört wurde.

Peirenequelle

3 Quellen spielten für die Entwicklung der Stadt eine Rolle.

1. Das Brunnenhaus der Glauke stürzte bei einem Erdbeben ein, so dass die in den Fels geschlagenen Kammern jetzt freistehen.

2. An der Lechaionstrasse befindet sich die Lernaquelle, ein Brunnenhaus mit 4 Säulen am Eingang.

3. Am Wichtigsten war die Peirenequelle, deren prunkvolles Brunnenhaus neben dem Eingang der Agora steht (Peirene (Πειρήνη) heißt eine Nymphe in der griechischen Mythologie).

Unser Hotel "Dolfin" in Tolón

Tolón

Tolón (ca. 1.500 EW), (griechisch Τολό), veraltete Schreibweise: Tolon) ist ein Fischer-, Bade- und Touristenort auf der Peloponnes, ca. 10 km südöstlich von Nafplio, der ersten Hauptstadt Griechenlands, gelegen. Die Bucht von Tolo als Teil des Argolischen Golfs wird im Osten von der Insel Romvi begrenzt. Tolo ist ein Stadtbezirk der Gemeinde Nafplio, Gemeindebezirk Asini.

Unser Hotel „Dolfin“ für sie ersten 3 Nächte befindet sich im alten Teil von Tolón. Es liegt direkt am Meer, von dem es nur wenige Meter, getrennt durch den Sandstrand, entfernt ist.

Unterwegs

Auf der Autobahn

Einkehr am Kanal von Korinth

Der Impuls

Damit auch der spirituelle Part auf dieser Reise nicht verlorenging, wurden an jedem Tag der sog. "Impuls" gehalten, welche das Leben Paulus zum Inhalt hatte. Gerade diese Unterbrechungen in einer Kirche oder einem schön gelegenen Ort, mitten im Tagesablauf, waren sehr wertvolle Momente für die Teilnehmer dieser Reise.

Hier wirds erklärt...!

Pflanzen

Tiere

Menschen

Am Wegesrand

Sonstiges

Als Korinthenkacker werden umgangssprachlich manchmal besonders pedantische kleinliche Menschen bezeichnet. Die Korinthe ist die kleinste Rosinenart. Der Korinthenkacker will die Dinge bis ins kleinste Detail beschreiben und regeln. Seine betont kleinlichen Darstellungen und Sichtweisen können dabei durchaus richtig sein, aber seine Pedanterie wirkt dabei oftmals rechthaberisch. Der Begriff ist im gesamten deutschen Sprachraum bekannt. Synonyme für Korinthenkacker sind Erbsenzähler, Krümelkacker, Beckmesser und (in Südbaden und der Schweiz) Tüpfli- oder Pünktlischiisser. Eine ähnliche Bedeutung hat auch Haarspalter.

2. Tag

Tagesablauf

Ausflug nach Epidauros mit Asklepios-Heiligtum. Ein Wunder antiker Baukunst ist das Theater, das besterhaltene aus griechischer Zeit.

Weiter nach Mykene mit der ältesten Burg Europas. Sie war Schauplatz einer der größten mythischen Tragödien (Troja sei nur erwähnt). Zwischen Löwentor, Königspalast und dem „Schatzhaus des Atreus" spüren wir diesem Mythos nach.

Anschließend Fahrt nach Nauplia/Nafplion, erste Hauptstadt des modernen Griechenland mit seinem venezianisch geprägten Flair und Gang durch die sehenswerte Altstadt.

Stadt/Sehenswürdigkeiten

Epidauros

Epidauros (griechisch Ἐπίδαυρος, lateinisch: Epidaurus) ist die bedeutendste antike Kultstätte für den Heilgott Asklepios (Asklepieion) in Griechenland. Sie wurde vom 6. Jhd. v. Chr. bis mindestens zum 2. Jhd. n. Chr. von Heilungs-suchenden aus religiösen Gründen aufgesucht und liegt auf dem Gebiet der Ortschaft Lygourio auf der Peloponnes in der Region Argolis etwa 30 km von der Stadt Náfplio und etwa 13 km von Palea Epidavros entfernt. Sie gehört seit 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das Theater, im 3 Jhd. v. Chr. für die Festaufführungen erbaut, im 2. Jhd. v. Chr. vergrößert, ist das besterhaltene in Griechenland und gilt als schönstes der Welt. Es hat einen Durchmesser von 114 m, eine Bühnenbreite von 20 m, ist berühmt für seine nahezu perfekte Akustik und besitzt das einzig erhaltene Orchestra. Mit seinen ursprünglich 55 Sitzreihen bot es Platz für 12.000 Zuschauer. Über Rampen, die in halber Höhe zu den Stützmauern emporführten, erreichte man die oberen Ränge. In der 1. Reihe gab es Ehrensessel mit Rückenlehnen; in den nächsten 3 Reihen Plätze für Honoratioren. In der Mitte der runden Orchestra stand der Altar des Dionysos. Verdeckte Kanäle leiteten das Regenwasser aus der Orchestra ab. Die Reste des Bühnenhauses, das je nach den Bedürfnissen des Spiels verändert wurde, stammen aus verschiedenen Zeiten.

Mykene

Mykene, auch Mykenai, Mykenä, veraltet Mycenä oder dichterisch Myzen, war in vorklassischer Zeit eine der bedeutendsten Städte Griechenlands, nach ihr wurde die mykenische Kultur (zwischen 1.700 und 1.100 v. Chr.) benannt. Sie hatte ihre höchste Blüte gegen 1.600 v. Chr. und erlosch infolge gewaltsamer Zerstörung gegen Ende des 1. Jahrtausends v. Chr. Die Stadt lag nördlich der Ebene von Argos auf einer Anhöhe. Von hier überschaute und kontrollierte man den Landweg zwischen südlicher Peloponnes und dem Isthmus von Korinth, der damals die peloponnesische Halbinsel mit dem übrigen Festland, zunächst mit Attika und Böotien, verband. Das befestigte Palastareal von Mykene, 1874 entdeckt, ist eine der ältesten hochent-wickelten Festungsbauten und die älteste Burg Europas. Nur die Oberschicht lebte in dem Palast auf dem Hügel, die Handwerker und Kaufleute wohnten außerhalb der Stadtmauer. Die Stadt wurde 1.100 v. Chr. nach einer Zeit schwerer Unruhen in der Region verlassen.

Blick auf das sog. "Löwentor" mit seinen tonnenschweren polygonalen Steinen (auch Zyklopenmauerwerk genannt). Der 3,25 m hohe Durchgang dürfte etwa 1.250 v. Chr. entstanden sein. Die Mauer von Mykene stammt aus dem 14. Jhd. v. Chr. und umschließt ein Gebiet von 30.000 qm und ist durchschnittlich 6 m breit.

Nahe beim Löwentor befindet sich der Plattenring mit den Schachtgräbern: Zwei Reihen aufrechtstehender Steinplatten bilden einen großen Ring, dessen Inneres ursprünglich mit Erde angefüllt und mit Platten abgedeckt war. Dieser umschloß sechs große rechteckige Gruben, in denen Fürsten beigesetzt waren.

Die Gesichter der Toten waren mit Goldmasken bedeckt. Das Foto zeigt die Goldmaske eines Königs und wurde von Heinrich Schliemann fälschlicherweise für die Maske Agamemnons gehalten. Nach den heutigen Erkenntnissen werden die Gräber und Funde in die Mitte des 16. Jahrhunderts v. Chr. datiert und können daher nicht den Atriden und König Agamemnon zugeordnet werden. Agamemnon war der Sage nach erst um 1180 v. Chr. siegreich aus Troja zurückgekehrt und dann ermordet worden. Die Maske besteht aus gelbrötlichem, starkem Goldblech und hat eine Höhe von etwa 26 cm und eine Breite von 26,5 cm. In das Blech ist das Gesicht eines Mannes mit Bart, Schnurrbart und Augenbrauen getrieben. Neben den Ohrläppchen befindet sich jeweils ein Loch, das vermutlich der Befestigung diente.

Kuppelgrab (auf dem Foto rechts oben, hinter dem Parkplatz)
Kuppelgrab (auf dem Foto rechts oben, hinter dem Parkplatz)

Außerhalb der Mauern wurden 9 Kuppelgräber (Tholoi) gefunden. Alle haben vor dem Eingang einen Dromos, einen Zugan für das Totenopfer. Das bedeutendste und prächtigste ist das sog. Schatzhaus des Artreus aus dem 14. Jhd. v. Chr. (s. u.). Hier wurde ein mykenischer König mit seinen Waffen sowie Speisen und Getränken für seine Reise durch die Unterwelt begraben.

Der Block über dem Türsturz ist 8 m breit und 5 m tief und wiegt 120 Tonnen
Der Block über dem Türsturz ist 8 m breit und 5 m tief und wiegt 120 Tonnen

Die Kuppel ist 13 m hoch und besteht aus 33 Quaderringen, die nach oben enger werden.

Náfplio

Náfplio (Ausprache: [ˈnafpliɔ], griechisch Ναύπλιο, auch Nauplion, altgriechisch Nauplia Ναυπλία, von 1686-1715 (italienisch Napoli di Romania) ist eine Hafenstadt am Argolischen Golf. Das elegante Náfplio tauchte im 13. Jhd. aus dem Nichts auf. Die Stadt musste in den Kämpfen zwischen Türken und Venezianern um die Häfen des Peloponnes vielen Belagerungen standhalten und war von 1829-1834 die provisorische Hauptstadt von Griechenland. Die eigentliche Stadt hat 14.203 EW (2011)á  Die Gemeinde Náfplio wurde zuletzt 2011 durch Eingemeindungen erheblich vergrößert und beherbergt z. Zt. 33.356 EW. Die malerische Kleinstadt hat viele klassizistische Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert. Neben dem Hafen ist heute die Haupteinnahmequelle der Einwohner von Náfplio der Tourismus. Die Stadt besitzt einen Eisenbahnanschluss an die schmalspurige Peloponnes-Eisenbahn. Die Strecke wurde 2005 nach einer Generalsanierung wiedereröffnet. Auf Grund der Sparmaßnahmen der griechischen Regierung wurde im Januar 2011 der Betrieb eingestellt.

Gang durch die Altstadt

Die von den Venezianern 1711–1714 erbaute Palamídi-Festung bekrönt eine 216 m hohe Anhöhe östlich der Altstadt und ist nach dem antiken Sagenhelden Palamedes benannt. Man erreicht sie entweder mit dem Auto oder erklimmt die 999 Stufen
Die von den Venezianern 1711–1714 erbaute Palamídi-Festung bekrönt eine 216 m hohe Anhöhe östlich der Altstadt und ist nach dem antiken Sagenhelden Palamedes benannt. Man erreicht sie entweder mit dem Auto oder erklimmt die 999 Stufen

Die Boúrtzi-Festung aus der zweiten venezia-nischen Besatzungszeit (1686-1715) liegt auf einer kleinen Insel nördlich des Hafens, sie wird im Volksmund auch "Henkersinsel" genannt, da sie ehemals Wohnstätte des Henkers und Gefängnis der Delinquenten war.

Menschen

"Isch bin fix un ferdisch, weil…

...nix is nix, ebbes is ebbes. Manschmol is ebbes nix, manche wissen vun nix ebbes. Wann ebbes nix is, dann isses nix. Manschmol is ebbes ebbes, und trotzdem nix, des do is ebbes. Is ebbes unklar, wann eer ebbes net versteht, des wär nix."

 

Pflanzen

Tiere

Der Impuls (Eucharistiefeier)

Ein Relikt aus venezianischer Zeit ist die Katholische Kirche in Nafplio. Die Kirche befindet sich in unweit des zweiten griechischen Parlamentes.

Unterwegs

Einkehr im Hotel "Agamemnon"
Einkehr im Hotel "Agamemnon"

3. Tag

Tagesablauf

Ausflug nach Olympia: Unvergleichlich ist die Stimmung in der Altis, dem Heiligen Hain, einst Schauplatz der bedeutendsten Spiele aller Griechen. (Fahrt von ca. 370 km).

Stadt/Sehenswürdigkeiten

Olympia

Olympia war über 1.000 Jahre lang eine religiöse und sportliche Kultstätte. Trotz früher Blüte zu mykenischer Zeit gewann der Ort erst mit Ankunft der Dorer und ihrer Verehrung des Zeus seine große Bedeutung. Zeus` Heimstatt auf dem Berg Olympos gab dem Heiligtum seinen Namen. Olympia erreichte im 5. Jhd. v. Chr. seine Blütezeit. Am Ende der Herrschaft des römischen Kaisers Hadrian (117-138 n. Chr.) verlor es an religiöser und politischer Bedeutung. Die ersten Olympischen Spiele fanden 776 v. Chr. statt, wurden aber 393 n. Chr. von Kaiser Theodosius I., der das heidnische Fest verachtete, abgeschaft. Ursprünglich einzige Disziplin war der Wettlauf der Männer; später kamen noch einige andere Disziplinen dazu.

Das Stadion

Das Stadion wurde nach den Ausgrabungen 1961 wieder in der Gestalt hergerichtet, die es im 4. Jhd. v. Chr. erhalten hatte. Gegenüber dem früheren Stadion war es um 75 m nach Nordosten verschoben worden. Insgesamt war das Stadion 213 m lang. Die Länge der Laufbahn betrug, zwischen den noch heute erhaltenen Rillen der Start- und Zielschwellen gemessen, 192,28 m, ihre Breite etwa 31-32 m. Sie ist von einfachen Graswällen umgeben, auf denen rund 45.000 Zuschauer Platz fanden. Aus Stein war auf einer Längsseite eine kleine Tribüne errichtet, die den Kampfrichtern diente und auf der gegenüberliegenden Seite ein Steinaltar, der der obersten Priesterin des Heratempels (Demeter) vorbehalten war. Als Zugang für die Athleten diente ein überwölbter Gang, der von der Altis unter dem westlichen Besucherwall hindurchführte. Das antike Längenmaß eines Stadions betrug 600 Fuß und entspricht, regional unterschiedlich, einer Länge zwischen 176,50 und 197 m. Bei den Wettkämpfen wurde in Richtung Zeusaltar, d. h. in Richtung der Altis gelaufen.

Der dorische Zeus-Tempel

Archäologisches Museum

Eines der reichsten Museen Griechenlands, das Kostbarkeiten von der prähistorischen über die klassische bis zur römischen Periode zeigt. Der Mittelsaal enthält Giebel- und Metopen-Skulpturen vom Zeus-Tempel. Ein anderer Saal ist komplett den Olympischen Spielen gewidmet.

Hier wirds erklärt

Ähnlichkeiten?

4. Tag

Tagesablauf

Fahrt zur 700 m hoch gelegenen Bergstadt Kalavrita am Fuße des mächtigen Aroania-Massivs. Von hier aus erreichen wir nach kurzer Fahrt das Kloster Agia Lavra Anschließend Besuch des ältesten Klosters Griechenlands, Mega Spileon, das im Jahre 840 gegründet wurde. Anschließend Weiterfahrt nach Patras und über die Harilaos-Trikoupis-Hängebrücke auf das „Festland“. Weiterfahrt Hotelbezug für zwei Nächte in Arachova im Berghotel „Anemolia“.

Stadt/Sehenswürdigkeiten

Bergstadt Kalavrita

Kalavryta (griechisch Καλάβρυτα), auch Kalavrita, Aussprache: [kaˈlavrita]) ist eine 700 m hoch gelegene Kleinstadt (ca. 2.000 EW) im Norden der Halbinsel Peloponnes.

Der Ort Kalavryta ist besonders durch zwei geschichtliche Ereignisse bekannt:

1. Am 25. März 1821 segnete der Metropolit (Bischof) Germanos von Patras im nahegelegenen Kloster Agia Lavra die Fahne der Befreiungskämpfer. Seitdem ist das Kloster als Ausgangspunkt der Befreiungskriege gegen die Türken eines der Nationalheiligtümer Griechenlands und der 25. März inzwischen Nationalfeiertag.

2. Während der deutschen Besetzung Griechenlands im 2. Weltkrieg kam es Mitte Oktober 1943 zur Gefangennahme von rund 80 deutschen Soldaten durch griechische Partisanen. Am 7. Dezember, rund zwei Monate nach der Gefangennahme, wurden die deutschen Soldaten getötet und am 8. Dezember von den Besatzern aufgefunden. Daraufhin erging der Befehl zur „schärfsten Form der Sühnemaßnahmen“. Die unter dem Kommando des Generalmajors Karl von Le Suire stehende 117. Jäger-Division begann am folgenden Tag, dem 9. Dezember, mit der Zerstörung von Kalavryta und 25 Dörfern. Am 13. Dezember wurden alle Dorfbewohner zur Schule befohlen. Alle Frauen und Mädchen des Ortes sowie alle Jungen unter 12 Jahren wurden im Schulgebäude eingeschlossen, dann wurde das Gebäude in Brand gesetzt. Alle Männer wurden oberhalb des Ortes geführt und dort mit Maschinengewehrfeuer hingerichtet. 13 Männer überlebten das Massaker, weil sie für tot gehalten wurden. Der Ort wurde in Schutt und Asche gelegt. Auch das vorher genannte Nationalheiligtum Kloster Agía Lávra wurde völlig zerstört (was die Empörung der Griechen noch steigerte und bis heute nachwirkt).

Kloster Agia Lavra

Mega Spileon

Amfissa

Harilaos-Trikoupis-Hängebrücke

Die Rio-Andirrio-Brücke (griechisch Γέφυρα Ρίου-Αντιρρίου Géfyra Ríou-Andirríou) oder offiziell Charilaos-Trikoupis-Brücke (Γέφυρα Χαρίλαος Τρικούπης) ist eine Straßenbrücke in Griechenland über die Meerenge von Rio-Andirrio, die den Eingang zum Golf von Korinth bildet. Sie verbindet Andírrio am Nordufer mit Río auf dem Peloponnes, 8 km östlich von Patras. Sie erregte Aufsehen, weil es lange für unmöglich gehalten wurde, eine Brücke in einem Erdbebengebiet über eine 2,5 km breite und 65 m tiefe Meerenge ohne stabilen Boden zu bauen. Die von 4 Pylonen getragene Schrägseilbrücke mit fächerförmigen Seilanordnungen hat in jeder Richtung 2 Fahrbahnen mit einer Standspur sowie einen Fußgänger- und Radfahrerweg außerhalb der Seilbefestigungen. Die insgesamt 2.883 m lange Brücke besteht aus der 2.252 m langen Hauptbrücke über dem Meer, der 392 m langen Rampenbrücke für die Zufahrt bei Río sowie der 239 m langen Rampenbrücke bei Andírrio. Die Hauptbrücke hat Stützweiten von 286 m, 3 x 560 m und 286 m. Die beiden mittleren Pylone sind insgesamt 230 m hoch, sie stehen in 65 m tiefem Wasser und erheben sich weitere 164 m über den Meeresspiegel. Die beiden äußeren Pylone stehen in etwas weniger tiefem Wasser und erreichen eine Höhe von 141 m über dem Meeresspiegel. Das Brückendeck erhält dadurch eine die ganze Meerenge überspannende Wölbung nach oben. Die mittlere Durchfahrt hat eine lichte Höhe von 52 m. Auf der Basis der Länge der Hauptbrücke ist sie die zweitlängste Schrägseilbrücke der Welt (nach dem 2.460 m langen Viaduc de Millau).

Aktuell

5 Tage nach einem spektakulären Seilbruch ist die 2.500 m lange Brücke zwischen dem griechischen Festland und der Halbinsel Peloponnes wieder geöffnet. Unterdessen forschen Spezialisten weiter nach der Ursache für den Bruch des rohrdicken Stahlseils. Nach Einschätzung des Unternehmens, das die Brücke baute und betreibt, war ein Blitzeinschlag der Auslöser.

Unser Hotel: Berghotel "Anemolia" in Arachova

Wir hätten so schön wohnen können...

...z. B. in der "Style Suite"...

...oder in der "Ececutive Suite"...

...aber leider reichte der Reisepreis nur für ein spartanisches Zimmer!

Spartanisch, was für streng, hart, anspruchslos, genügsam und einfach steht, also Eigenschaften, die sich auf den Charakter und die Lebensweise der Spartiaten beziehen
Spartanisch, was für streng, hart, anspruchslos, genügsam und einfach steht, also Eigenschaften, die sich auf den Charakter und die Lebensweise der Spartiaten beziehen

Bergstadt Arachova

Arachova (griechisch Αράχωβα) ist eine griechische Kleinstadt (ca. 2.700 EW). Sie liegt etwa 160 km nordwestlich von Athen und 12 km vor dem historischen Delphi, im Landesinneren am Südhang des Berges Parnass (Parnassos) auf einer Höhe 963 m über dem Meeresspiegel. Das Gebiet wird vom Südhang des Parnassos im Norden und dem Nordhang des Berges Kirfi (1.560 m Höhe) dominiert. Zwischen beiden Bergmassiven zieht das Tal von Delphi bzw. Arachova von Ost nach West und öffnet sich nach Delfi zur Ebene von Krissa. Wegen der Nähe zu Delphi ist Arachova schon länger eine touristisch geprägte Stadt. In den letzten Jahrzehnten hat sie sich zudem durch den Bau von Skizentren auf dem Berg Parnassos zu einem der modernsten und größten Ski-Orte Griechenlands entwickelt.